Glas ist Leben – Glas ist Zukunft
22.09.2010 | Das deutsche Glaserhandwerk geht davon aus, dass es am Ende des Jahres eine schwarze Null schreiben und 2011 bei stetig anziehender Konjunktur höchstens mit 1 Prozent Umsatzrückgang bei stabiler Beschäftigung abschließen wird.
Der schwache Start der Betriebe nach der größten Finanz-und Wirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte ist vor allem Nachwirkungen des umfassenden Konjunktureinbruchs im wichtigen Handwerksbereich Bau zuzuordnen. Andere Handwerksgruppen verzeichnen hingegen eine längst stabilere Entwicklung.
Doch die inzwischen angelaufenen Bauaktivitäten und die damit verbundenen konjunkturstützenden Maßnahmen der öffentlichen Hand tragen zu einer spürbaren Erholung der Branche bei. Optimismus gepaart mit zukunftsorientierter Nachhaltigkeit sorgen im Glaserhandwerk für eine deutlich erkennbare Stimmungsaufhellung. Allerdings darf die Politik bei weiterhin schwieriger Lage in vielen familiengeführten mittelständischen Handwerksbetrieben ihre Anstrengungen im Bereich Klimaschutz nicht zurückfahren, wo öffentliche Impulse ein Vielfaches an privaten Investitionen anstoßen. Wer die mit dem erklärten Ziel des Klimaschutzes einher gehenden Auftragsvolumen ( zum Beispiel bei der Sanierung von Millionen alter Fenstereinheiten) herunter fährt, gefährdet nicht zuletzt den Binnenmarkt. Der aber muss gestärkt werden, soll die positive Konjunkturentwicklung nicht wie ein Strohfeuer verpuffen.
Mit der zunehmend an Fahrt gewinnenden Auftragslage stellt sich auch im Handwerk generell verschärft die Frage des Nicht zufällig hat das Glaserhandwerk auch in den schwierigen Monaten der großen Krise die Aus- und Weiterbildung in den Betrieben und vor allem in den Glasfachschulen groß geschrieben.
Spätestens seit 2009 spüren wir deutlich die rückläufigen Schulabgängerzahlen auf dem Ausbildungsmarkt. Sorge bereitet den Betrieben allerdings die mangelnde Ausbildungsreife vieler Schulabgänger, die ohne Abschluss so gut wie keine Chance auf dem Lehrstellenmarkt haben. Das Glaserhandwerk beteiligt sich deshalb an der Aktion die Zahl der Schulabbrecher möglichst bis 2012 zu halbieren.
Es muss uns gelingen, die Brücke zwischen schulischen Inhalten und betrieblichen Anforderungen „handwerklich“ zu bauen. Im Glaserhandwerk sind wir offen für Alle, die sich für eine Ausbildung in einem unserer Betriebe interessieren. Wir können jeden Berufseinsteiger auch durch Nachhilfe – bei einer leistungsschwächeren Vorbildung – fördern, sofern er motiviert ist und Leistungsbereitschaft signalisiert.
Ebenso brauchen wir aber auch die leistungsstarken Jugendlichen, denen im Glaserhandwerk von der Selbständigkeit bis zum Studium viele Wege offen stehen. Damit duale Bildung für diese Jugendlichen attraktiv bleibt, muss die Gleichwertigkeit der akademischen und der beruflichen Bildung gestärkt werden. Gleiches gilt für die Durchlässigkeit innerhalb der Bildungssysteme – von der Schule über die berufliche Aus- und Weiterbildung bis zur Hochschule.
Der Werkstoff Glas erfordert mit jedem neuen Tag mehr Wissen und Können. Glas ist in Zukunft als tragendes Element am Bau, in Kunst und Forschung, in fast allen Gebrauchsgegenständen gar nicht mehr wegzudenken. Also können wir es uns zukünftig nicht mehr leisten, unsere Fachkräfteressourcen nicht vollständig auszuschöpfen.
Der Bundesinnungsverband setzt deswegen auch auf die internationale leitmesse der nationalen und globalen Glaswirtschaft, die mit der glasstec auch allen motivierten Berufseinsteigern und Betriebsgründern ein großartiges Schaufenster mit einem facettenreichen Leistungsangebot bietet.
Denn Glas ist einmalig. Glas ist Leben, ist Zukunft.







