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12. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis

Die Auszeichnung nahm BIM Martin Gutmann im Bundesministerium für Arbeit und Soziales entgegen. v.l.n.r: Thomas Bürkle (Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg), Martin Gutmann (BIV des Glaserhandwerks) und Anette Kramme (BMAS)

12. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis

Der Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks „Erfolgreich gegen Asbest“

 

Am 13. November 2018 fand im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin dem Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks unter dem Motto „Erfolgreich gegen Asbest“ der 12. Deutsche Gefahrstoffschutzpreis verliehen. Bundesinnungsmeister Martin Gutmann nahm den Preis in Höhe von 2.000 € in der Kategorie „Aktivitäten für einen gesamten Handwerksbereich“ bei den offiziellen Feierlichkeiten persönlich von Frau Anette Kramme, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Arbeit und Soziales, entgegen.

 

Der diesjährige Gefahrstoffschutzpreises widmete sich unter dem Motto „Erfolgreich gegen Asbest“ einem Baustoff, der bis zum Verwendungsverbot 1993 lange als „Wunderfaser“ im Baubereich galt und vielfältig als Baustoff eingesetzt wurde. Bis heute werden Asbestaltlasten bei Bautätigkeiten im Bestand wieder zu Tage befördert und können bei unsachgemäßer Handhabung ein gesundheitliches

Risiko darstellen. Um diesem Risiko zu begegnen, waren Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen dazu aufgerufen, innovative Konzepte einzureichen, die zum sicheren Umgang mit Asbest bei Bautätigkeiten beitragen. Eine Fachjury wählte die besten Einreichungen in fünf Kategorien aus und prämierte die vorbildlichen Aktivitäten und Ideen mit insgesamt 10.000 €.

 

Es wurden folgende Preisträger ausgezeichnet:

● Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks, Hadamar, für die Aktivitäten für einen gesamten Handwerksbereich.

● Stadt Aachen für die Aktivitäten kommunaler Bauherren

● Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Trier für die Aktivitäten öffentlicher Bauherren

● Deconta GmbH, Isselburg, für eine Technische Innovation

● BG BAU und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz für Aktivitäten zur Qualifizierung

 

Die Bewerbung des Bundesinnungsverbandes, an der Spitze des Verbandes Bundesinnungsmeister Martin Gutmann, konzentriert sich auf den Umgang mit Asbest in Fensterkitten. Dazu wurde ein spezielles Verfahren zum Ausbau von asbesthaltigem Kitt im Glasfalz in Kooperation mit der BG Bau und dem Institut für Arbeitsschutz entwickelt. Das Verfahren wurde inzwischen genehmigt und steht kurz vor der Veröffentlichung in der DGUV 201-012. Zudem wurde dem Verband die Zulassung erteilt eine spezielle Schulung für das Glaserhandwerk deutschlandweit auszurichten, um den Handwerksbetrieben zielgerichtet den Asbestkundenachweis nach TRGS 519 Anlage 4c zu ermöglichen. Weiter wurden aktuelle Informationen über Vorträge, Technische Beratungen und Pressemitteilungen für die Innungsmitglieder erstellt, von der das gesamte Gewerk  und insbesondere die Glaserinnung profitiert.